Es bewegt sich was im hiesigen Wertpapiergeschäft. Da ist die Targobank, die mit ihrem vor zwei Jahren konzipierten Brokerage-Angebot (siehe unser damaliger Scoop) an diesem Donnerstag nun endlich dwell gehen will, wie letzte Woche verlautete. Und da ist die Deka, bei der man sich ja aus guten Gründen fragt, ob sie den Machtkampf mit einzelnen Sparkassen-Oberen nur deshalb riskiert (und letztlich gewonnen) hat, weil sie der DWP Financial institution ein bisschen B2B-Geschäft abjagen will. Oder ob nicht mehr dahintersteckt?! Nämlich die Idee, dass sich die Deka mit ihren künftigen „Volldepots“ möglicherweise – zumindest perspektivisch und optionally available – gegenüber Commerce Republic in Stellung bringen könnte.
Jedenfalls: Zumindest auf den ersten Blick passt zu genau diesen Meldungen der letzten Tage auch eine Beobachtung, die sich seit Ende vergangener Woche in den Untiefen der ING-Diba-Web site machen lässt. Dort nämlich ging unvermittelt eine neue Landingpage dwell, hinter der sich ein Gratifikationssystem (neudeutsch: Loyalty-Angebot) speziell für Wertpapierkunden verbirgt. Offizieller Title: „Investing-Programm“. Easy Idee: Wer besonders viel tradet, soll dafür künftig belohnt werden.
Ist auch das eine Reaktion auf Commerce Republic? Jein. Oder vielleicht sogar: nein. Nach Informationen von Finanz-Szene soll das Loyalty-Konzept nämlich schon bald auf andere Produktbereiche ausgeweitet werden – offenbar eine erste inhaltliche Duftmarke des neuen Vorstandschefs Lars Stoy.