Mo. Apr 8th, 2024


„Schade, dass am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig ist!“ lautet die scherzhafte Bezeichnung für den Umstand, dass man es wieder einmal nicht geschafft hat, mit seinem Geld vernünftig hauszuhalten.

Was in Ausnahmefällen höchstens ärgerlich ist, kann bei zu häufigen Wiederholungen allerdings dazu führen, dass es an die Existenz geht. Die gute Nachricht lautet, dass die Gefahr dafür deutlich sinkt, nachdem du deine Finanzen in den Griff bekommen hast.

Wer kennt es nicht, dass man mal über seine Verhältnisse gelebt hat oder schlicht feststellt, dass die Ausgaben anscheinend immer höher werden, ohne, dass einem bewusst ist, woran das liegt. Gerade in letzterem Fall ist es unumgänglich, dafür zu sorgen, dass man die ganzen Einnahmen und Ausgaben sichtbar macht, sodass das Dunkel sich lichtet.

Denn nur, wenn man weiß, wie viel man überhaupt zur Verfügung hat und wohin das Geld geht, hat man eine Likelihood, seine Finanzen nachhaltig zu organisieren.

Haushaltsbuch für den Überblick

Für einen ersten Überblick ist es angeraten, ein Haushaltsbuch anzulegen. Das kann man ganz klassisch per Stift und Papier (beziehungsweise Heft) umsetzen. Oder aber man bedient sich einer App oder nutzt meine Excel-Vorlage.

Finanzen in den Griff bekommen Excel
Meine Exel-Vorlage um die Finanzen in den Griff zu bekommen

Hier sollte man in einem ersten Schritt alle festen Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Das heißt, dass man die Einkünfte in einer Spalte auflistet und addiert, und auf der anderen Seite die fixen Kosten ebenso notiert und zusammenzählt.

Während einem Erstere meist schnell einfallen, kann es bei Letzteren dauern, bis man alle zusammen hat, da einem viele Ausgaben gar nicht bewusst sind; ein Blick auf die Kontoauszüge kann hier hilfreich sein.

Einen teuren Kredit durch einen günstigeren ersetzen

Zu den Ausgaben – vor allem zu denen, die man gerne übersieht – zählen zum Beispiel Kredite. Handelt es sich dabei um solche, die schlechte Konditionen haben oder gar um Dispositionskredite, die sehr teuer sind, kann es sich lohnen, umzuschulden.

Auch, wenn man eine schlechte Bonität hat, kann man diesen Weg gehen; hierbei ist es wichtig, sich über die Möglichkeiten für einen Kredit trotz Schufa zu informieren. Gleiches gilt, wenn man mehrere Kredite hat; lassen sich diese zu einem bündeln, erhöht das außerdem die Übersicht.

Wichtig ist natürlich auch hier, dass dieser Kredit bessere Konditionen hat als die, die man ersetzen möchte.

Sich überflüssige fixe Ausgaben vor Augen führen

Wenn man wirklich ausnahmslos alle Festausgaben aufgeschrieben hat, sollte man sich die Frage ehrlich beantworten, welche dieser Kosten wirklich nötig sind. Hat man beispielsweise einen teuren Vertrag in einem Fitnessstudio, dieses jedoch schon seit Monaten nicht mehr besucht, sollte man den Vertrag so schnell wie möglich kündigen.

Gleiches gilt für Streamingdienste, die man kaum nutzt. Bei den Ausgaben, die sich nicht vermeiden lassen – wie zum Beispiel Festnetzanschluss und Useful beziehungsweise Wasser und Strom – sollte man schauen, ob es nicht günstigere Varianten gibt.

So haben alte Telefon- und Smartphone-Verträge oftmals schlechtere Bedingungen als neuere und auch bei den Energiekosten gibt es meist billigere Tarife. Schließlich kann es noch hilfreich sein, seine abgeschlossenen Versicherungen genauer anzuschauen, eventuell zeigt es sich, dass man die ein oder andere gar nicht braucht.

Die variablen Ausgaben unter die Lupe nehmen

Während sich die festen Kosten relativ leicht ermitteln lassen, ist das bei denen, die im täglichen Leben anfallen, schon schwieriger. Auch hier hilft ein Haushaltsbuch, allerdings muss man hier sehr diszipliniert sein und wirklich jede Ausgabe aufschreiben – und zwar über einen längeren Zeitraum. Wenn man dies umsetzt, wird einem sehr schnell bewusst, welche täglichen Ausgaben vermeidbar sind.

Geht man etwa jeden Morgen zum Bäcker, um sich einen Kaffee und ein Brötchen zu holen, so wird einem dieser Geldabfluss mithilfe des Haushaltsbuches schonungslos verdeutlicht und man kann sich überlegen, künftig beides zu Hause selber zuzubereiten und mitzunehmen, was viel Geld spart.

Tipp: Wir haben eine ganze Reihe an Ideen, wie du Geld sparen kannst, veröffentlicht

Sich gegen die Fallen beim Einkaufen wappnen

Viel Geld geht beispielsweise auch dadurch verloren, dass man es spontan und unüberlegt ausgibt. Die Werbung suggeriert einem viel zu häufig, dass man Dinge haben muss, die man in Wirklichkeit jedoch gar nicht braucht.

Auch vermeintliche Schnäppchen können sich als unnötige Kosten herausstellen, etwa, wenn man drei Dinge zum Preis von zwei bekommt aber eigentlich nur eines gebraucht hätte. Im Supermarkt wappnet man sich gegen solche „Angebote“, indem man sich vorher eine Einkaufsliste schreibt und sich stur daran hält – so kommt man nicht in die Verlegenheit, Dinge zu kaufen, die unnötig sind.

Beim Schreiben dieser Einkaufsliste ist es übrigens hilfreich, die Sonderangebote der verschiedenen Discounter und Supermärkte zu studieren, um auch dadurch noch einmal zu sparen.

Tipp: Für On-line-Käufe wie Reisen, Parfüm and so forth. lohnt es sich, wenn du Cashbackanbieter nutzt. Hier einfach vorher bei der Cashbackseite auf den Hyperlink zum Anbieter klicken und du bekommst Cashback für deinen Einkauf erstattet. Siehe meine TopCashback Erfahrungen.

Nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen

Viele Kosten entstehen oder sind auch deswegen so hoch, weil die Bequemlichkeit gesiegt hat. Und aus genau diesem Grunde ist es nötig, die Komfortzone zu verlassen und sich neue Routinen anzueignen. So ist es etwa kein Geheimnis, dass Fahrten mit dem eigenen PKW sehr ins Geld gehen können.

Zudem verändern sich die Kosten hier auch immer wieder, denn die Preise für Benzin und Co. unterliegen ständigen Schwankungen. Hinzu kommt, dass es auch öfter größere Ausgabenposten gibt, wie etwa Reparaturen oder Inspektionen. Daher sollte man sich überlegen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, denn hier zahlt man einen fixen monatlichen Preis, der außerdem noch niedriger ist, wenn man ein Abonnement abschließt, wie es zum Beispiel beim Deutschlandticket der Fall ist.

Alternativ kann man auch in Erwägung ziehen, öfter mit dem Fahrrad zu fahren, was vor allem bei kürzeren Strecken möglich ist. Ein weiterer Vorteil hierbei ist übrigens, dass man dabei auch gleichzeitig noch etwas für seine Gesundheit tut – und das, ohne dafür in ein teures Fitnessstudio zu gehen.

Wer gar nicht auf ein Auto verzichten kann oder will, hat eventuell die Möglichkeit, auf Carsharing umzusteigen. Oder aber Fahrgemeinschaften zu bilden, wenn man etwa Kollegen hat, die in der Nähe wohnen und somit den gleichen Arbeitsweg zur gleichen Zeit haben.

Die Finanzen immer wieder überprüfen

Es ist ratsam, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, wenn man Einsparmöglichkeiten gefunden hat, sondern in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu gucken, in welchen Bereichen sich inzwischen etwas verändert hat, um auch dort Optionen herauszufinden, wie man weniger Geld ausgeben kann.

Denn auch in Zukunft werden aktuelle Useful-Verträge günstiger sein als die, die man heute abschließt und ebenso für Strom gibt es dann eventuell schon wieder bessere Konditionen.

Professional-Tipp: Nach den Ausgaben sind die Einnahmen an der Reihe. Meine Sparquote ging nach oben, weil ich Stück für Stück On-line Einnahmen aufgebaut habe. Wie ich das mache, erfährst du im kostenlosen Dwell-Webinar am Donnerstag.

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Fazit

Es kann schnell passieren, dass man den Überblick über seine Finanzen verliert, was im schlimmsten Fall darin resultiert, dass man sich verschuldet. Mit den richtigen Tipps ist es jedoch ziemlich einfach, diese Falle zu umgehen und auch langfristig über solide Finanzen zu verfügen.

Von admin