10 ETFs für den indischen Aktienmarkt
So bieten die sieben Emittenten iShares, Franklin Templeton, Amundi, Xtrackers, HSBC, Amundi und World X insgesamt 10 ETFs für dein Funding in Indien an. 7 dieser ETFs sind einander quick identisch und bilden den MSCI India ab, der die großen und mittelgroßen indischen Unternehmen repräsentiert. Lediglich drei Indien-ETFs weichen von diesem Schema ab und unterscheiden sich deshalb deutlich hinsichtlich der zentralen Kennzahlen Qualitätsdichte, Verklumpung und Qualitätsscore.
Der World X India Nifty 50 ETF im Test
Unter den Abweichlern sticht der World X India Nifty 50 ETF hervor, der die qualitativen Unterschiede zwischen den ETFs veranschaulicht. Der World X India Nifty 50 ETF repräsentiert die 50 größten und liquidesten börsennotierten Unternehmen Indiens, beinhaltet mit einer Qualitätsdichte von nur 45 Prozent jedoch deutlich weniger Qualitätsaktien als die ETFs basierend auf dem MSCI India und schneidet im Performancevergleich ebenfalls etwas schlechter ab.
Auf der anderen Seite macht sich das niedrigere Klumpenrisiko des World X India Nifty 50 ETF in Zeiten fallender Aktienkurse durch schwächere Kursrückgänge bemerkbar. Zwar enthalten die MSCI India ETFs intestine dreimal so viele Aktien wie der World X India Nifty 50 ETF, was sich auch in einem niedrigeren Anteil der Prime 10 Gewichtung widerspiegelt. Allerdings betrifft das „MSCI World Drawback“ in Type eines erhöhten Klumpenrisikos auch die auf dem MSCI India Index basierenden ETFs. Denn bei insgesamt 161 Aktien bringen die fünf größten Aktien mit 27,6 Prozent genauso viel Gewicht auf die Waage wie die 94 analysierten Aktien mit der niedrigsten Gewichtung, was zu einer erheblichen Schlagseite zugunsten der stark übergewichteten Aktien führt.
Der Franklin FTSE India ETF im Test
Beim zweiten Abweichler von der Masse handelt es sich um den Franklin FTSE India ETF mit der größten Anzahl an Aktien mit 270 Stück, was sich allerdings weder in einer höheren Qualitätsdichte noch in einem niedrigeren Klumpenrisiko oder einer besseren Efficiency bemerkbar macht.
Die zusätzlichen 100 Aktien machen wegen der ähnlichen Gewichtung der am stärksten gewichteten Aktien kaum einen Unterschied. Zwar fehlen im Aktienfinder noch einige der 270 im ETF enthaltenen Aktien, mit einer Analysedichte von 89 Prozent basierend auf der Marktkapitalisierung ist das Ergebnis dennoch repräsentativ.
Der HSBC S&P India Tech ETF im Test
Am stärksten weicht der HSBC S&P India Tech ETF vom Mainstream ab. Wie der Title nahelegt, stehen in diesem ETF technologienahe Aktien im Fokus, was man im ETF-Finder anhand der Auswertung nach Sektoren schnell erkennt.
Dieser ETF befindet sich mit eineinhalb Jahren noch im Kleinkindalter und ist mit einer Fondgröße von lediglich 15 Millionen Euro ein Leichtgewicht. Allerdings brilliert der ETF mit einer Qualitätsdichte von 77 Prozent, die deutlich über dem Wert der anderen Indien-ETFs mit maximal 53 Prozent liegt. Lediglich zwei der 19 im ETF enthaltenen und im Aktienfinder analysierten Aktien kommen auf einen maximalen Qualitätsscore von unter fünf. Auch die Tata Consultancy Providers ist in diesem ETF mit einer Gewichtung von 9,6 Prozent enthalten.
Die tatsächliche Gewichtung der einzelnen Aktien im ETF weicht deutlich weniger stark vom Excellent der Gleichgewichtung ab als bei den anderen Indien-ETFs. Die Verklumpung fällt mit 39 Prozent deshalb niedrig aus. Allerdings machen die fünf größten Positionen bereits über 50 Prozent der ETF-Gewichtung aus.
Im direkten Performancevergleich mit einem ETF auf den MSCI India ist die deutlich höhere Volatilität zu erkennen, wie es für einen technologielastigen ETF typisch ist.
Obwohl der ETF erst im Februar 2024 aufgelegt wurde, werten wir die Fundamentaldaten der in ihm enthaltenen Aktien über einen deutlich längeren Zeitraum ab 2005 aus. Wir erkennen so, ob es den in dem ETF enthaltenen Unternehmen gelingt, ihre Gewinne langfristig zu steigern.
In der obigen Gewinnentwicklung fallen leider seit 2018 teils deutliche Gewinnrückgänge auf, was insbesondere am katastrophalen Geschäftsergebnis der beiden Telekommunikationsunternehmen Vodafone Concept und insbesondere der mit 10,9 Prozent stark gewichteten Bharti Airtel liegt. Die phasenweise katastrophale Gewinnentwicklung der beiden indischen Provider mit einer Gewinnstabilität von nur 0,24 und sogar -0,64(!) schlägt negativ auf die aggregierte Gewinnentwicklung des ganzen ETFs durch.
Zudem enthält der ETF einige junge Unternehmen wie PB Fintech, die in ihren Anfangsjahren um 2019 herum noch Verluste einfuhren, was ebenfalls zu starken Schwankungen in der aggregierten Gewinnentwicklung führt. Dieser Titel trägt mit einer Gewichtung von 4,1 Prozent ebenfalls maßgeblich zur aggregierten Gewinnentwicklung bei.
Mit nur 0,59 fällt die Gewinnstabilität des ETFs deshalb niedriger aus als bei den anderen ETFs mit bis zu 0,89. Die niedrige Gewinnstabilität sowie das fehlende Gewinnwachstum auf die letzten 10 Jahre wirken zudem negativ auf den Qualitätsscore, weshalb der HSBC S&P India Tech ETF bei der Gewinnwachstumsstrategie nur auf einen Rating von 1 von maximal 10 Punkten kommt – der hohen Qualitätsdichte zum Trotz.