Philipp Stein, der neue Verbandschef der PSD-Banken, schlug sich wacker, als er dieser Tage sein Antritts-Gespräch bei der Börsen-Zeitung hatte. „Match für die Zukunft“ wolle er die PSD-Gruppe machen, „neue Ertragsquellen erschließen“, „die Marke stärken“. Und, ach ja, erinnert wurde bei der Gelegenheit auch noch mal an das 10 Mio. Euro schwere „Investitionspaket“, welches die PSD-Banken im November beschlossen hatten, „unter anderem“ für eine „bundesweite Markenkampagne“ und „den Einsatz von künstlicher Intelligenz“.
Um die Sache abzukürzen: Ob eine Markenkampagne das ist, was man im engeren Sinne unter einer Investition versteht, sei mal dahingestellt – entscheidender ist die Frage, ob man mit nur 10 Mio. Euro den Kampf gegen die Revoluts und ING Dibas dieser Welt gewinnen kann. Die Antwort, klar, lautet „Nein“, und so drängt sich (leider, magazine man sagen) der Eindruck auf, dass der neue Verbandschef Stein früher oder später vom Gestalter zum Liquidator mutieren könnte.
Denn: Auch wenn Stein in der „BÖZ“ so tat, als sei völlig handelsüblich, was da gerade in seiner Gruppe abgeht („Konsolidierung ist in der gesamten Bankenlandschaft regular. Nur ist die Grundgesamtheit der PSD-Bankengruppe kleiner, sodass es mehr auffällt“) – es ist eben nicht regular. Schließlich konsolidierten die PSD-Banken zuletzt ja nicht mehr überwiegend untereinander. Sondern in drei Fällen wurden sie aus der Gruppe rausgebrochen, um andernorts ein solideres Obdach zu finden.
Zweimal handelte es sich bei dem Obdach um die BBBank, einmal um eine größere Volksbank. Und nun – steigen laut exklusiven Recherchen von Finanz-Szene auch die Sparda-Banken in die Filetierung der PSD-Gruppe ein.