Di.. Jan. 20th, 2026

Je ambitionierter die Wolkenkratzer, desto näher der ökonomische Crash – so besagt es die „Skyscraper Index Theorie“, aufgestellt Ende der 90er-Jahre von einem gewissen Andrew Lawrence, damals Analyst bei Dresdner Kleinwort Benson (einer Financial institution, die zu jener Zeit bekanntlich auch selbst ein bisschen zu hoch hinauswollte). Nun sei mal dahingestellt, ob die Hypothese einer harten empirischen Erprobung wirklich standhalten würde. Anekdotisch allerdings (das Empire State Constructing wurde kurz vor der Weltwirtschaftskrise fertig, das World Commerce Heart kurz vor der tiefen Rezession der 1970er, der Petronas Tower kurz vor der Asien-Krise, der Burj Khalifa kurz vor der Beinahe-Pleite Dubais …) gibt es da in der Tat ein paar Auffälligkeiten.

Und damit nun – zur Sparda Hessen, einer Financial institution, die auf ihre eigene Artwork ebenfalls sehr hoch hinauswollte, im übertragenen Sinne, aber auch wörtlich.

Man schrieb den Februar 2022, als der damalige Vorstandschef Markus Müller den symbolischen Spatenstich zum Bau des 124 Meter hohen „Sparda Financial institution Tower“ im Frankfurter Europaviertel setzte (124 Meter sind nicht ganz, aber doch quick ein halbes Empire State Constructing, jedenfalls, wenn man bei diesem die Spitze nicht mitzählt). Dass das 9,6-Mrd.-Euro-Institut in der Folge in schwieriges Fahrwasser geriet, das ist bekannt, siehe im März letzten Jahres unser Stück –> Sparda Hessen auf „Präventions-Liste“ des BVR.

Nun allerdings: Macht auch der Tower selbst Probleme.

Von admin