Mo. Apr 15th, 2024


So verharrt die Schuldendienstquote der Privathaushalte auf einem 40-Jahrestief von etwa 9 Prozent. Vor der Finanzkrise waren es noch 13 Prozent. Hinzu kommt, dass höhere Zinsen zwar die monatlichen Kosten für neue oder variable Hypotheken erhöht haben, aber die meisten US-Hausbesitzer haben sehr tiefe Zinsen für 30-jährige Festhypotheken vor dem Zinserhöhungszyklus der Fed fixiert. Nur rund 10 Prozent der Hypotheken waren Anfang 2022 variabel, das heißt der Anstieg der 30-jährigen Hypothekenzinsen auf rund sieben Prozent würde für 90 Prozent der Hauseigentümer mit einer Hypothek keine Rolle spielen. Alles in allem waren Konsumausgaben nicht besonders zinssensitiv – ein weiterer Grund, warum das Wachstum durch eine straffere Geldpolitik weniger stark beeinträchtigt wurde.

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Zudem ist der Arbeitsmarkt weiterhin stark. Seit Beginn des derzeitigen Aufschwungs im Mai 2020 wurden mehr als 25 Millionen Arbeitsplätze geschaffen und laut JOLTS-Bericht gibt es nach wie vor mehr als 10 Millionen unbesetzte Stellen. Obwohl einige namhafte Unternehmen seit dem vierten Quartal umfangreiche Entlassungen angekündigt haben, erklären zahlreiche andere, ihr größtes Drawback bestünde darin, Arbeitskräfte zu finden. Und die meisten trennen sich offenbar nur ungern von Mitarbeitenden, was die Jobsicherheit erhöht. Höhere Jobsicherheit wiederum erklärt größtenteils, warum Konsumenten trotz knapp zwei Jahren mit negativem realen Lohnwachstum ihre (Covid-)Ersparnisse und Kreditkartenschulden erhöhten, um ihre Ausgaben aufrecht zu erhalten.

Von admin