Sa.. Nov. 22nd, 2025

Sparkassen-Ticker

Ein immenser Kostenanstieg belastet aktuell das Betriebsergebnis der Sparkassen in Hessen und Thüringen – wobei es anderswo in der Republik kaum anders aussehen dürfte. Erstaunlicherweise geht es dabei diesmal nicht um die Personalkosten (die ja wegen der Tarifsteigerungen zuletzt vielerorts gestiegen waren) – sondern um den Sachaufwand, der laut einer Jahresprognose des Regionalverbands in diesem Jahr um ungewöhnliche 11% in die Höhe schießen soll. Verbandspräsident Stefan Reuß erklärte die Kostenexplosion am Dienstag mit „erheblichen Aufwendungen“ für Wero, Immediate Funds, die Payback-Kooperation (Hintergründe siehe hier) und weitere digitale Angebote. So wollen die Sparkassen zum Beispiel ab dem vierten Quartal die Eröffnung von Wertpapierdepots für minderjährige Kunden durch deren Erziehungsberechtigte über die Sparkassen-App anbieten.

Infolge der Kostenbelastungen erwartet der Verband für dieses Jahr einen 9%-igen Rückgang des Betriebsergebnisses auf dann noch 1,51 Mrd. Euro. Das wären 0,98% der Bilanzsumme per Ende Juni. Interessant: Der Zinsüberschuss soll, ungeachtet fallender Zinsen, nochmals um 0,4% auf intestine 2,85 Mrd. Euro zulegen.

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Von admin