Die Lage der genossenschaftlichen Finanzgruppe ist in den letzten Jahren meist so beschrieben worden, dass auf der Primärebene (trotz zinsbedingt insgesamt auskömmlicher Ergebnisse) immer neue Problembanken zum Vorschein kommen, wohingegen das Frankfurter Zentralinstitut (additionally die DZ Financial institution) kaum besser dastehen könnte. Und, ja – grosso modo lässt sich dieser Befund ja durchaus unterschreiben. Immerhin hat die DZ Financial institution in ihren jüngsten fünf Geschäftsjahren nicht weniger als vier Rekordgewinne erzielt, vor Steuern schossen die Ergebnisse dabei erstmals über die 3-Mrd.-Euro-Schwelle (2025 sogar erstmals über die 4-Mrd.-Euro-Schwelle), nach Steuern erstmals über die 2-Mrd.-Euro-Schwelle.
Da kann man nicht meckern, wobei dies (additionally zu meckern) auch gar nicht unser Ansinnen ist heute Früh. Worauf wir hinauswollen, ist etwas anderes.
Kurz ausgeholt: So wenig Durchgriff die DZ Financial institution auf die Primärebene haben magazine, so entschieden hat sie in der Vergangenheit immer wieder durchgegriffen, wenn es Problemfälle in ihrer eigenen Hemisphäre zu regeln gab. Das galt zum Beispiel für die Abwicklung der DVB Financial institution. Oder für die Restrukturierung der VR Leasing, aus der dann letztlich die VR Good Finanz hervorging. Und heute nun? Wer genau hinschaut, der stellt fest, dass es – allen Rekordergebnissen zum Trotz – innerhalb der DZ Financial institution momentan erstaunlich viele Baustellen gibt. Wenn nicht alles täuscht, dann nutzen die Frankfurter die überragende Ertragslage ihrer großen Töchter (R+V, Union, DZ Hyp), um bei etlichen ihrer kleinen Töchter einfach mal ein bisschen aufzuräumen.