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Als der DSGV-Gesamtvorstand am Montagnachmittag zusammenkam, um über einen weitgehenden Rückzug der Sparkassen aus der NordLB zu beraten – da ging alles erstaunlich schnell. So schnell, dass am frühen Abend schon das offizielle Assertion kursierte, Tenor: 1.) Es herrsche „Einigkeit über die constructive Entwicklung, die die NordLB genommen hat“; 2.) Es gebe jedoch „gewichtige Stimmen in der Organisation“, die den „Gesundungskurs“ der Landesbank „länger und damit nachhaltiger“ begleiten wollen; und 3.) Gleichwohl sei man zu „weiteren Gesprächen mit dem Land Niedersachsen bereit“ – das immerhin.
Der rot-grünen niedersächsischen Landesregierung wird dies nur ein schwacher Trost sein. Schließlich hatte man in Hannover zwischenzeitlich fest mit dem Deal gerechnet, der vorsah, dass die Sparkassen knapp 24% ihrer NordLB-Anteile abtreten und dem Land dadurch ermöglichen, mit dann mehr als 80% durchzuregieren (siehe hier). Was genau die S-Finanzgruppe zum Umdenken bewegt hat, bleibt diffus. Zu hören warfare in den letzten Tagen von der Befürchtung, die NordLB könne – wenn die Sparkassen als Regulativ ausfielen – wieder verstärkt ins Risiko gehen, etwa mit einem Vorstoß in den US‑Immobilienmarkt. Angeblich gibt es auch die Sorge, das Land könne nach den Thesaurierungen der letzten Jahre auf verstärkten Ausschüttungen bestehen, um sein Funding in die Landesbank zu refinanzieren.
Freilich: Dass trotz der Absage des Offers zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiert wird, deutet darauf hin, dass manche der geäußerten Bedenken nicht ganz so grundsätzlicher Natur sind, wie es in den letzten Tagen mitunter geklungen hat.
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