So.. Apr. 26th, 2026

Dass Herr Orcel keinen konkreten Plan vorlege, was er mit der Commerzbank vorhat – das wird man in Frankfurt nun nicht mehr behaupten können. Und dass er seine Ideen nicht schriftlich, sondern nur mündlich mitteile – das auch nicht. Vielmehr hat die Unicredit am frühen Montagmorgen eine 34-seitige Präsentation veröffentlicht („Commerzbank – A New Chapter“), in der sie zwar nicht in allen Particulars, aber doch ziemlich ausführlich beschreibt, was im Falle der angestrebten Übernahme mit der zweitgrößten deutschen Privatbank geschehen soll.

Gekleidet wird all das in eine schonungslose Generalabrechnung, die – zugespitzt formuliert – darauf hinausläuft, dass die Commerzbank, erstens, in den letzten Jahren mehr oder weniger alles falsch gemacht habe („dauerhaft unterdurchschnittliche operative Leistung“), sich dieses Drawback, zweitens, durch die neue „Momentum“-Strategie fortzusetzen drohe (statt die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, setze der Vorstand auf ein „Weiter so“), und dass die Frankfurter deshalb, drittens, im Stand-alone-Szenario früher oder später in der Bedeutungslosigkeit versinken könnten („unzureichend darauf vorbereitet, mit US‑Anbietern und Fintechs in Deutschland zu konkurrieren“).

Die Übernahme durch die Unicredit ist, mit anderen Worten, das einzige, was die Commerzbank jetzt noch retten kann. Findet jedenfalls die Unicredit. Vollziehen soll sich diese Rettung in zwei Stufen: Erst kommt eine harte Restrukturierung. Und dann folgt der Zusammenschluss mit der Hypo-Vereinsbank. Lesen Sie hier, wie der Plan der Unicredit im Element aussieht, was ihr CEO Andrea Orcel mit der gestrigen Veröffentlichung bezweckt, was die Commerzbank zu alldem sagt – und wie es jetzt weitergeht.

Von admin