Podcast (#199)
Es magazine sich um eine Koinzidenz handeln. Aber auffällig ist dann doch, dass sich digital geprägte Banken vermehrt in die Obhut klassisch geprägter Banker begeben. Revolut macht den früheren SocGen-CEO Frédéric Oudéa zum Europa-Chef. Bei N26 übernimmt Noch-UBS-Vorstand Mike Dargan das Ruder. Und die Solarisbank wird neuerdings von einem Mann geführt (Steffen Jentsch), der, als er halb so alt battle, wie er es heute ist, schon zum Abteilungsleiter bei der Helaba aufstieg.
So gesehen ist Oliver Behrens mit seinen mittlerweile 62 Jahren additionally ein absoluter Trendsetter!
Dabei kam die Nachricht, dass Behrens der neue CEO von FlatexDegiro wird, im Sommer 2024 eher überraschend. Klar, einerseits konnte der Direktbroker nach den Verwerfungen zwischen Großaktionär Bernd Förtsch und dem langjährigen Vorstandschef Frank Niehage einen seriösen Ruhepol intestine gebrauchen.
Andererseits: Wäre es nicht naheliegender gewesen, auf die neue Konkurrenz durch hippe Fintechs wie Commerce Republic mit einem ebenso hippen neuen CEO zu reagieren? Statt mit Oliver Behrens, Ex-Deutsche-Financial institution, Ex-DWS, Ex-Deka, Ex-Morgan-Stanley. Und als Präsident von Frankfurt Most important Finance (das wurde er 2024 ebenfalls) ist er zwar ein gewichtiger Kopf am Finanzplatz, aber gefühlt damals halt auf dem Weg zum operativen Has-been, zumal man ihn wenige Wochen vorher erst zum AR-Chef des DWS gekürt hatte.
Um es kurz zu machen – so kann man sich täuschen! Behrens stürzte sich in seinen neuen Job. Und keine anderthalb Jahre später hat sich die Flatex-Aktie mehr als verdreifacht und steht der Frankfurter Onlinebroker (Börsenwert jetzt >4 Mrd. Euro) so prächtig da wie nie zuvor.
Wie ist das passiert? Was kommt als nächstes? Und wie blickt Oliver Behrens aufs „Fee for Orderflow“-Verbot, wie auf die Non-public-Markets-Welle, wie auf die Lage da draußen?
Unser Dank gilt dem Sponsor der heutigen Podcast-Folge, nämlich der „Frankfurt Digital Finance 2026“ (Tickets & Programm gibt es hier) – und auf geht’s: